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Es ist
Familie Kabas 2. Urlaubstag, sie hat sich schon einigermaßen akklimatisiert und
die frostige Nacht mit ihren kuscheligen Wärmflaschen verbracht.
Gestern
schon hatten ein paar von ihnen Berührung mit dem eiskalten nassen Element,
indem sie die Beaume gepaddelt sind. Auch Kathi hat ihre Paddelkenntnisse mit
Robin im Doppeltopo aufgefrischt, immerhin ist sie schon mal die Queich gepaddelt.
Heute soll es auf die Ardèche gehen, von Balaczuc nach Ruoms. Auf 11.00 Uhr ist
die Abfahrt festgesetzt (+/- ½ Std. wie immer). Gegen halb 11 quält sich das
junge Glück aus dem Zelt und macht sich auf den Weg zur Toilette und dann zum
Frühstückstisch. Die ersten Paddler sitzen schon abfahrtsbereit im Bus, da schmiert
David immer noch Brote. Mutter Kaba packt derweil hektisch zwei riesige Taschen
voll mit Neoprenanzügen, -schuhen, -jacken, Schwimmwesten, Helmen und einem
großen blauen Sack voll Futter für die Brut, immerhin gehen alle vier Kinder +
Kathi mit.
Papa Kaba
freut sich derweil schon auf einen ruhigen Tag im geheizten Café des Sports in
Joyeuse und evtl. den Besuch eines Weinguts. Endlich ist alles gepackt, alles
bereit, nur David sitzt immer noch beim Frühstück und hat auch seine Sachen
noch nicht gepackt. Er hat keine Lust auf diese Hektik am frühen Morgen und
beschließt da zu bleiben. Das gibt neue Konstellationen, denn jetzt müsste
Kathi mit Benni alleine den Kanadier steuern.
Der
Jugendbus fährt schon mal voraus… Susi schreitet ein und kann David umstimmen.
Als alle
Kabas dann doch im Kaba-Bus sitzen, teilt Mama Kaba Sonnencreme aus, denn
obwohl es nachts eisekalt ist, brennt tagsüber die Sonne schon die Gesichter
rot. Nachdem sich alle brav eingecremt haben, guckt sie noch mal auf die Tube
und stellt fest, dass sie in der Eile Helmuts orange Tube Handcreme für
Forstarbeiter erwischt hat.
In
Balazuc angekommen, sind sie – oh Wunder – die Ersten. Der Jugendbus kommt bald
darauf und die Damen gehen noch mal an den Rosmarin – zum Pinkeln.
Lene hat
ihr Boot vergessen aber Mama Kaba hat heute sicherheitshalber zwei dabei und
kann eines abtreten.
Susi
macht eine neue Bekanntschaft: Oliver aus Göcklingen, der mit einem Paddelkurs
unterwegs ist. Sie wird ihn später mit seiner Gruppe noch mal treffen. Endlich
sind alle auf dem Bach und der Urlaub beginnt.
Sie
paddeln vorbei an viel Audon, an Felswänden, deren abfallende Schichten einem
den Eindruck vermitteln, bergab zu paddeln. Auf der Kiesbank an einem
Schwällchen, wo sonst gerne in den Walzen gesurft wurde, machen sie Picknick
und die Kaba-Kinder stürzen sich auf ihre Brote, Obst und Kekse. Auch die
Sonnencreme kreist schon wieder. Aber diesmal ist es die Richtige. Die
Oliver-Gruppe ist am üben und Susi hat noch mal die Gelegenheit, den KV-SÜW
bekannt zu machen.
Ohne
weitere Vorkommnisse erreichen sie die Bootsrutsche in Ruoms und lassen sich
nacheinander hinunter und zum Anlegeplatz gleiten, wo Jürgen Duebi schon auf
sie wartet.
Kaum sind
die Boote aufgeladen, fangen ein paar Junge an Holz zu sammeln, das es hier
massenhaft gibt. Und da die Ufer der Beaume am Campingplatz schon leergefegt zu
sein scheinen, wird hier für die nächsten Nächte aufgeladen.
Auch die
Senioren lassen sich anstecken und schleppen Baumstämme an, die auf den Hänger
neben die Kanadier geladen werden. Sie nehmen sich vor, ein Erwachsenenfeuer zu
machen. Aber am Abend ist es in Susis + Jürgens Vorzelt vorm Heizstrahler doch
wieder am gemütlichsten.
So geht
ein weiterer Urlaubstag zu Ende und nachts steht Mama Kaba wieder am
Wasserkocher und füllt die Wärmflaschen für ihre Lieben.
Ingrid
Kaba
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