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Nachdem
Johannes und ich im vergangenen Jahr, naja sagen wir geübt haben (um nicht zu
sagen mit Sang und Klang untergegangen sind…), hat es diesmal umso besser
geklappt beim 6. TEVA-Pappbootrennen im Augsburger Eiskanal. Aber dazu später
mehr.. Denn eigentlich waren
Hannah, Helmut, Barbara, Annette und ich angereist, um unsere tapferen Helden
anzufeuern, die sich dem Kampf mit der Waschmaschine stellen wollten. Schon am Freitag
trainierten Max und Michi fleißig und versuchten die wilde Waschmaschine zu
zähmen was ihnen auch gut gelang. Am Tag darauf wurde
es dann ernst. Die Vorläufe der K1-Herren begannen. Etwa 30 „Herren“, jeweils
zeitgleich zu fünft, zeigten in zehn Minuten ihr Können. - Der Vorteil des
»Session-Systems«: Jeder der Paddler kann ohne Zeitdruck jeweils in maximal 30
Sekunden seine Tricks in der Walze vorführen und innerhalb der 10 Minuten - so
oft er an die Reihe kommt - erneut einfahren. So ist der Spot durchgängig
belegt. Die Spannung wuchs
und dann, im 3. Lauf zeigte uns Max
seine schönen „Cartwheels“ (Kommentar des Moderators kurz KdM). Doch
leider hatte er gegen den 2. platzierten Martin Koll, dessen Loops wohl auch
von Delphinen akzeptiert werden, so gut wie gar keine Chance. Leider! Im darauf folgendem
Lauf zeigte Michi, nach einigen Spins und Cartwheels seine Spezialität, den von
ihm eigens erfundenen „Paddelschwund“
. Dies erstaunte sogar den Kommentator. Mit einem respektablem und
hart erkämpftem 20. (Max) und 16. (Michi)
Platz machten die zwei sich auf,
uns beim Pappboot bauen zu unterstützen.

Wir
tauschten 10 Euro gegen Pappe und etliche Rollen Klebeband ein und begannen mit
unserem Werk. Als auch noch Max Familie dazu kam arbeiteten wir zu 9. an
unserem hoffentlich unsinkbaren Etwas. Nachdem der Konstruktionsplan einige mal
verändert worden war und den Erbauern vom Kisten mit Klebeband umwickeln schon
ganz schwindelig war, kristallisierte
sich so langsam ein schwimmendes Gefährt heraus. Am Ende stand vor uns eine ca.
4 m lange „Pfälzer Bratwurst“. Einige
Besatzungsmitglieder zeigten sich solidarisch zu ihrer „Bratwurst“ und zogen
über die gut gepolsterten Schwimmwesten unser Paddelshirt. Den letzten Schliff
erledigte Max und klebte Cornyriegel und KV SÜW Flagge an das „Boot“. Und schon
ging es unterhalb der Bogenbrücke los. Unsere Antriebsdüsen schossen uns 4
förmlich aus dem Kehrwasser und durch die kleineren Walzen bis zum Ende, ohne
einen größeren Schaden. Nun ging es an
die Königsetappe: Den Eiskanal. Durch
die Dachwalze und Waschmaschine über die wuchtige Bogenbrücke bis hin zum
erbarmungslosen Sieb war zu paddeln. Am Ziel angekommen wurden wir von den
Helfern mit dem Spruch begrüßt: „Ihr seit die ersten die heile hier angekommen
sind“. Nun gut wie sagt man so
schön: Alle guten Dinge sind 3! Und so geschah es, dass wir noch ein weiteres
mal durch die Waschmaschine fuhren und dieses mal sogar rückwärtsJ. Langsam aber sicher
sickerte auch in unser Superboot das Wasser und so wuchteten wir die Reste der
„Bratwurst“ in den Altpapiercontainer. Eine halbe Stunde später fand die
Siegerehrung statt. Und siehe da der KV SÜW schlug Top Favoriten wie die 400+
oder die Entenhelme und stand damit ganz oben auf dem Treppchen. Nach diesem
gelungenen Nachmittag folgte das AHOI-Nachtevent.

Zur illustren
Abendunterhaltung hatten dann die Ahoianer zum Nachtevent an die Waschmaschine
geladen: Für ein Startbier Teilnahmegebühr konnten sich alle motivierten und
wagemutigen Paddler in den Disziplinen »Blinder Boatercross« und »Blindes
Rodeo« messen - Und zur Freude der vielen neugierigen Zuschauer, hielt der
Event was die Vorstellung versprach: Die vier Parallel-Starter des
Boatercross-Teams heizten sich und dem Publikum ordentlich ein und prügelten
die interessantesten Routen dem Ziel entgegen. Sehr zur Belustigung der
Umstehenden paddelte einer dann in »Duracel-Hasen-Manier« zurück zur
Waschmaschine und kämpfte unermüdlich
gegen die Strömung an. Wieder andere legten einen solchen Speed vor, dass es
nur so schepperte, als sie frontal mit den Kanalwänden kollidierten - das
Geschehen ähnelte des Öfteren einer »Stock-Car-Crash-Challenge« und zauberte
die lustigsten Ausdrücke auf die Gesichter. Mit raffinierter Lichtkegel-Führung
eines leicht angeschwippsten Leichtmatrosen und Micky's bunter
Unterwasserbeleuchtung war der »Blindgänger« immer Mittelpunkt des Geschehens
und konnte sich zumindest teilweise an Silhouetten orientieren. Als es dann so
richtig dunkel war, startete das »blinde Rodeo«: Erste Herausforderung stellte
die Dachwalze dar, die schwungvoll durchbrochen werden wollte, um dann blind
tastend einen
»Entry-Move«in die Waschmaschine zu werfen. Auch hier amüsierten die
»gefühlten« Manöver, die meist völlig unkoordiniert in der kompletten Zerlegung
endeten. Anders in der Walze: Einmal unter Kontrolle zauberten die »Blinden«
intuitiv spektakuläre Figuren. Käpt'n Krummreich in pinkem Bademantel und
heiserer Moderatorenstimme hämmerte gewohnheitsgemäß einen »Clean-Blunt
paddle-switch to McNasty« in den Spot und ungläubige Gesichter. Mit steigendem
Alkohol- und Stimmungspegel feuerten die begeisterten Zuschauer ohrenbetäubend
an und wurden Zeugen des besten Runs von Thomas Hinkel: Als hätte er nie etwas anderes gemacht, fuhr er blind
beinahe einen besseren Lauf als am Nachmittag und holte sich den Sieg beim
Ahoi-Nachtevent 2009. Die Premiere der »blinden« Nachtveranstaltung war ein
volle Erfolg und die ideale Einstimmung auf die spätere AKV-Party.
Als Resueme kann man nur sagen:
eine gelungene Veranstaltung, die man gesehen haben muss!:)

Lilli Hirschmann
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